PFAS im Trinkwasser


Was Verbraucher*innen wissen sollten

 

Was sind PFAS?

 

PFAS (per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen) sind eine Gruppe von mehreren tausend künstlich hergestellten Chemikalien, die seit den 1950er-Jahren in zahlreichen Alltagsprodukten eingesetzt werden – etwa in Outdoor-Bekleidung, Lebensmittelverpackungen, Löschschäumen und industriellen Prozessen.

 

Warum sind PFAS problematisch?

 

PFAS sind äußerst stabil und werden in der Umwelt kaum abgebaut. Deshalb nennt man sie auch „ewige Chemikalien“. Sie reichern sich in der Umwelt, in Tieren und im menschlichen Körper an und können langfristig gesundheitliche Risiken mit sich bringen.

 

Mögliche gesundheitliche Folgen bei langjähriger Belastung:

 

Beeinträchtigung des Immunsystems

Erhöhtes Risiko für bestimmte Krebsarten

Störungen im Hormonhaushalt

Entwicklungsstörungen bei Föten und Kindern

 

Wie gelangen PFAS ins Trinkwasser?

 

PFAS können durch industrielle Einleitungen, belastete Böden oder Klärschlämme in das Grundwasser gelangen – und so auch in kommunale Trinkwassernetze. Besonders betroffen sind Regionen in der Nähe von Chemieanlagen, Flughäfen oder früheren militärischen Übungsplätzen.

 

Wie wird das Trinkwasser überwacht?

 

Wasserwerke in Deutschland unterliegen regelmäßigen Kontrollen. Seit 2023 gelten EU-weit neue Grenzwerte für PFAS im Trinkwasser:

  • Summe aus 20 PFAS: max. 100 Nanogramm pro Liter
  • Summe aus 4 besonders besorgniserregenden PFAS: max. 20 Nanogramm pro Liter

Diese Werte werden nach und nach in das deutsche Trinkwasserrecht übernommen.

 

Was geschieht bei einem erhöhten PFAS-Wert im Trinkwasser?

 

Bei Überschreitungen werden betroffene Wasserversorger durch die zuständigen Behörden informiert. Maßnahmen können sein:

  • Umstellung auf alternative Wasserquellen
  • Einsatz spezieller Filtertechniken im Wasserwerk
  • Sanierung belasteter Brunnen oder Böden

 

Was können Verbraucher*innen selbst tun?

  • Informieren Sie sich bei Ihrem örtlichen Wasserversorger über aktuelle Messwerte.
  • Nutzen Sie zertifizierte Aktivkohle- oder Membranfilter, wenn eine Belastung bekannt ist.
  • Unterstützen Sie umweltbewusste Produktwahl: Produkte ohne PFAS-Kennzeichnung bevorzugen.
  • Entsorgen Sie Chemikalien und Haushaltsprodukte fachgerecht, um keine weiteren Einträge in die Umwelt zu verursachen.

 

Wo finde ich weitere Informationen?

  • Ihre lokale Wasserversorgung oder Gemeinde
  • Umweltbundesamt: www.umweltbundesamt.de
  • Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung: www.infektionsschutz.de

PFAS Trinkwasseranalyse des WBV

Der Wasserbeschaffungsverband Degerndorf betreibt für die Versorgung seiner Kunden im Verbandsgebiet sowie den Großwasserkunden Brannenburg, Raubling und Flintsbach drei Trinkwassergewinnungsanlagen (zwei Tiefbrunnen und vier Quellen).

Diese Anlagen werden ab diesem Jahr jährlich einer PFAS-Analyse unterzogen.

Die Untersuchungsergebnisse der einzelnen Brunnen und Quellen sind nachstehend aufgeführt:

Brunnen 1

Zur Versorgung der Kunden im Verbandsgebiet sowie der Kunden aus Flintsbach

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PFAS-Analyse 2026 Brunnen 1
21.05.2026 PFAS Bohrbrunnen Erlach 1.pdf
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Quellen

Zur Versorgung der Kunden im Verbandsgebiet sowie der Kunden aus Flintsbach

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PFAS-Analyse 2026 Quellen
21.05.2026 PFAS Förchenbachquellen Süd
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Brunnen 2

Zur Versorgung der Kunden in Brannenburg und Raubling

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PFAS-Analyse 2026 Brunnen 2
21.05.2026 PFAS Bohrbrunnen Erlach 2.pdf
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Zusammenfassung der PFAS-Analyse 2026

Insgesamt sprechen die drei Befund für ein PFAS-sehr sauberes Trinkwasser aller Trinkwassergewinnungsanlagen.

  • Es wurden keine relevanten PFAS-Belastungen im Trinkwasser festgestellt.
  • Alle untersuchten Einzelstoffe liegen unter der Bestimmungsgrenze.
  • Auch die gesetzlich relevante PFAS-Summe ist nicht nachweisbar und liegt damit klar unter dem EU-Grenzwert.