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Verbandsversammlung des WBV 2025

Die diesjährige Mitgliederversammlung des Wasserbeschaffungsverbands Degerndorf stand im Zeichen von Rückblick und Zukunftsplanung. Neben dem Tätigkeits- und Rechenschaftsbericht für das Jahr 2024, der insbesondere die Schäden durch das Starkregenereignis vom 3. Juni 2024 thematisierte, informierte der 1. Vorstand Rüdiger Langanke die Mitglieder über organisatorische Veränderungen im Verband.

 

Wassermeister Martin Antretter gab in seinem Bericht umfassende Einblicke in die durchgeführten Bau- und Sanierungsmaßnahmen am Leitungsnetz. Besondere Aufmerksamkeit galt dabei der Querung der Trinkwasserhauptleitung in der Grießenbachstraße unter der Bahnlinie Rosenheim – Kufstein sowie der Sanierung von Hausanschlüssen und der Behebung von Rohrbrüchen im Versorgungsnetz. Dank schneller Reaktionen bei Rohrbrüchen und einer kontinuierlichen Netzüberwachung mithilfe von Leckortungssonden konnte der Wasserverlust im Netz des WBV auf unter drei Prozent der geförderten Wassermenge gesenkt werden – ein herausragender Wert im Vergleich zum bundesweiten Durchschnitt von fünf bis zehn Prozent.

„Nur ein kontinuierlich gewartetes Trinkwassernetz und konsequente Investitionen in Sanierungsmaßnahmen können die Versorgungssicherheit unserer Mitglieder gewährleisten“, betonte Martin Antretter.

 

Ein zentraler Punkt für die zukünftige Versorgungssicherheit, insbesondere für die Großwasserkunden des WBV – die Gemeinden Brannenburg, Raubling und Flintsbach – ist die regelmäßige Überprüfung und Wartung der Anlagen zur Trinkwassergewinnung. Dazu gehören unter anderem die Brunnen, Quellen und deren Schutzgebiete, die fortlaufend an aktuelle Standards angepasst werden müssen. In naher Zukunft steht daher die Sanierung einer Quelle im Förchenbachtal an, für die Investitionen in Höhe von rund 300.000 Euro vorgesehen sind. Auch mittelfristige Maßnahmen zur Sicherstellung der Trinkwassergewinnung und -verteilung stellen eine erhebliche Herausforderung dar. Angesichts dieser Entwicklungen wird eine Erhöhung des Trinkwasserpreises in absehbarer Zeit unvermeidlich sein.

 

Die Prüfung der Jahresrechnung 2024 ergab, dass die Buchführung und der Jahresabschluss den Grundsätzen ordnungsgemäßer Buchführung entsprechen. Zudem wurde bestätigt, dass die tatsächliche Geschäftsführung sowie die Mittelverwendung satzungsgemäß erfolgten. Die Verbandsversammlung sprach dem Gesamtvorstand daraufhin einstimmig die Entlastung aus. Auch der Haushaltsplan für das Jahr 2025 wurde nach eingehender Vorstellung ohne Gegenstimmen von der Versammlung angenommen.

Mit diesen richtungsweisenden Beschlüssen und Investitionen sieht sich der Wasserbeschaffungsverband Degerndorf gut aufgestellt, um die Herausforderungen der Zukunft zu meistern und eine nachhaltige, sichere Wasserversorgung für seine Mitglieder zu gewährleisten.